Hungersnot in Nord-Darfur
In Nord-Darfur wurde im LagerZamzam, wo über 400’000 Vertriebene leben, eine Hungersnot ausgerufen.Die Hungersnot ist die höchste Stufe der Ernährungsunsicherheit und wurde bisher nur zweimal (Somalia 2011, Südsudan 2017)von dem zuständigen Gremium,demFamineReview Committee, erklärt. Ohne die nötige Hilfe könnte sich die Hungersnotauf andere Teile des Landes ausweiten,wo bereits mehr als 25 Millionen Menschen,d. h.die Hälfte der Bevölkerung, mit akuter Ernährungsunsicherheit zu kämpfen haben.Die Bevölkerung leidet auch unter Gewalt und unzureichender medizinischer Versorgung, da fast 80 Prozent der Spitäler nicht mehr funktionsfähig sind.
demFamineReview CommitteeFriedensgespräche als Hoffnungsschimmer
Um ein Ende des Konflikts im Sudan zu erreichen, haben die USA neue Friedensgespräche in der Schweiz organisiert, die am 14. August begannen. Diese Gespräche sind ein kleiner Hoffnungsschimmer in einem Krieg, der bereits Tausende Tote und Millionen von Vertriebenen gefordert hat.
Unsere Hilfe im Sudan
Wir führen seit Beginn der Krise humanitäre Projekte im Sudan, im Tschad und im Südsudan durch. Mit den Spendengeldern stellen unsere Schweizer Partnerorganisationen Caritas, Medair, VSF, MSF und das Schweizerische Rote Kreuz den Zugang zu medizinischer Versorgung, Nahrungsmitteln, Trinkwasser und sanitären Einrichtungen sicher und bieten den vertriebenen Familien finanzielle und psychosoziale Unterstützung.
Einige Beispiele der geleisteten Hilfe:
- In Darfur leistet MSF medizinische Hilfe, unterstützt Spitäler und rehabilitiert die Gesundheitsinfrastruktur.In El Obeid im Sudan saniert das Schweizerische Rote Kreuz Wasserstellen und sanitäre Anlagen in den Unterkünften von Binnenvertriebenen. Zudem organisiert es psychologische Betreuung und richtet Betreuungszentren für Kinder ein.Im Südsudan, an der Grenze zum Sudan, unterstützt Caritas Geflüchtete. Die Aktivitäten umfassen den Schutz von Kindern, den Zugang zu medizinischer Versorgung und finanzielle Unterstützung für betroffene Familien.Im Tschad stellt Medair die Wasserversorgung im Flüchtlingslager Dougui sicher, unter anderem durch Brunnenbohrungen.
Die Lage ist weiterhin äusserst prekär und die humanitäre Hilfe muss dringend verstärkt werden.
SPENDEN
SPENDENVielen Dank für ihre Unterstützung.